Profile Zukunftsforscherinnen

Lilith Boettcher

Lilith Boettcher ist Zukunftsforscherin, Sozialwissenschaftlerin und strategische Designerin. Sie entwickelt und moderiert Lern-, Workshop- und Strategieprozesse, in denen Menschen alternative Zukünfte erkunden, festgefahrene Annahmen hinterfragen und neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie Zukunftskompetenz nicht nur vermittelt, sondern praktisch erlebbar und für unterschiedliche Menschen zugänglich werden kann.

Als Mitgründerin des feministischen Zukünfte-Kollektivs Futures Probes begleitet sie seit 2020 Organisationen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung bei Futures-Literacy-Trainings, Szenarioprozessen und partizipativer Zukunftsgestaltung. Dabei verbindet sie Methoden der kritischen Zukunftsforschung mit strategischem Design, systemischem Denken sowie spielerischen Zugängen aus Science-Fiction und spekulativem Design. So entstehen ko-kreative Räume, in denen Zukunft nicht als etwas Vorherbestimmtes behandelt wird, sondern als pluraler und gemeinsam verhandelbarer Möglichkeitsraum.

Lilith verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in Workshop-Moderation, Design Thinking sowie Lern- und Prozessdesign. Sie konzipiert und moderiert regelmäßig Vorträge, Trainings, Workshops und längerfristige Prozesse – analog wie digital. Seit 2022 lehrt sie Futures Thinking, systemisches Denken und Innovation im Masterstudiengang Strategic Design an der SRH Berlin University of Applied Sciences. Ihre Ausbildung als systemische Coachin und kreative Prozessbegleiterin ergänzt ihre Arbeit mit Gruppen und Organisationen. Zu ihren bisherigen Auftraggeber*innen und Projektpartner*innen zählen unter anderem GIZ, WZB, zero360, Impact Hub Berlin, SUPERRR, VENRO, die European Climate Foundation, NABU und die Bundesakademie für Kulturelle Bildung.

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Verhältnis von Nostalgie und Zukunftsimagination. Aufbauend auf ihrer am Institut Futur veröffentlichten Forschung beschäftigt sie sich auch in Vorträgen und Workshops mit der Frage, wie „Nostalgiebilder“ helfen können, gegenwärtige Bedürfnisse sichtbar zu machen und neue Bilder wünschenswerter Zukünfte zu entwickeln, ohne dabei die Vergangenheit selbst zur Vorlage für die Zukunft zu machen. 2026 brachte sie das Thema unter anderem auf die Bühne der re:publica Berlin und ins Futurium.

Lilith freut sich über Anfragen für Impulsvorträge, Workshops, Futures-Literacy-Trainings, Szenarioprozesse und ko-kreative Zukunftsformate.



Bildrechte / Urheber*in der Fotos: David Gauffin, DFL Stiftung/Witters, Das NETTZ/Marc Beckmann
Bildung Foresight Futures Literacy Kritische Zukunftsforschung Partizipation Mitgründerin Zf*