In meiner Arbeit nehme ich insbesondere den Einfluss von Emotionen auf das Zukunftsdenken und die Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Krisen in den Blick. In meiner Forschung interessiere ich mich vor allem für die Bedingungen und Möglichkeiten der Vertrauensbildung in Zukunftsmöglichkeiten sowie für transformative Lernprozesse im Umgang mit Unsicherheit. Dabei bewege ich mich an der Schnittstelle von Bildungswissenschaften, Sozialpsychologie und Zukunftsforschung.
Durch meine langjährige therapeutische Tätigkeit in der neuropsychologischen Rehabilitation habe ich vielfältige Erfahrungen damit gesammelt, wie stark Emotionen unsere Wahrnehmungen, unser Denken und Handeln beeinflussen. Werden Emotionen in ihrer orientierenden Rolle und ihrem Einfluss auf unsere rationalen Abwägungen kaum reflektiert, kann dies konstruktive Zukunftsgestaltungen erschweren. Dies lässt sich derzeit auch auf kollektiver Ebene beobachten: Viele Menschen erleben unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt als sehr strapaziert und brüchig. Zukunftsängste und Lagerdenken hemmen die Offenheit für gemeinsame Gestaltung. Deshalb bringe ich mich praktisch und in konkret-lokalen Kontexten in die Prozessgestaltung transformativer Community-Organizing-Prozesse ein, um den demokratischen Dialog und die Partizipation an wünschenswerten Zukünften zu stärken.
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Bildrechte / Urheber*in der Fotos: Michael Glossner